Erlebnis-KalenderKalender

Sinfoniekonzert »Jenseits der Zeit«

29.10.2026 · 19:30 Uhr

Jena · Volkshaus Jena · Carl-Zeiß-Platz 15

Was bedeu­tet es, sich musi­ka­lisch mit dem Tod aus­ein­an­der­zu­set­zen? Simon Gau­denz und die Jenaer Phil­har­mo­nie nähern sich die­ser Frage mit einem Pro­gramm, das keine Ant­wor­ten geben will, son­dern unter­schied­li­che Pers­pek­ti­ven auf die letz­ten Dinge eröffnet. Schu­berts „Unvoll­en­dete“ rahmt den Kon­zert­abend: Ihr erster Satz eröff­net ihn mit einer Musik von auf­wüh­len­der Inten­si­tät, ihr zwei­ter beschließt ihn mit einer eigen­tüm­li­chen Entrückt­heit. Dazwi­schen erklingt Johann Sebas­tian Bachs Choral „Komm, o Tod, du Schla­fes Bru­der“ – eine stille, andäch­tige Zäsur, die der Jenaer Mad­ri­gal­kreis gestal­tet, ehe Modest Mus­sorg­ski in sei­nen „Lie­dern und Tän­zen des Todes“ den Tod selbst zu Wort kom­men lässt: scho­nungs­los, unmit­tel­bar und ohne jede Beschö­ni­gung. Andreas Bauer Kana­bas gestal­tet die vier Lie­der in Dmi­tri Schos­ta­ko­witschs Or­ches­ter­fas­sung. Oli­vier Mes­siaens „Le Tom­beau res­plen­dis­sant“ setzt mit leuch­ten­den Far­ben und erup­ti­ven Rhyth­men einen radi­kal ande­ren Akzent: ein Requiem auf die eigene Jugend, vol­ler Verstö­rung und Ener­gie. Knut Nystedts Chor­werk „Immor­tal Bach“ führt schließ­lich in eine wei­tere Sphäre. Nystedt greift dafür auf Bachs „Komm, süßer Tod“ zurück und lässt die ver­traute Cho­ral­ge­stalt durch unter­schied­li­che Tempi und zeit­li­che Ver­schie­bun­gen in ein schwe­ben­des, viel­stim­mi­ges Klang­ge­sche­hen über­ge­hen. So wird Schu­berts „Unvollendete“ zum Aus­gangs- und End­punkt eines Abends, der den Tod nicht als Gewissheit begreift, son­dern als offene Frage – eine Aus­ein­an­der­set­zung, die die Musik auf ihre eigene Weise wei­ter­führt. Programm Franz Schubert: Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 („Unvollendete“), daraus: 1. Allegro moderato Johann Sebastian Bach: „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“, geistliche Kantate BWV 56, daraus: „Komm, o Tod, du Schlafes Bruder“, Choral (Aufführung a cappella) Modest Mussorgski: „Песни и пляски смерти“ („Lieder und Tänze des Todes“), Liederzyklus für Singstimme und Klavier (Arr. für Singstimme und Orchester von Dmitri Schostakowitsch) Olivier Messiaen: „Le Tombeau resplendissant“ („Das prächtige Grabmal“) für Orchester Knut Nystedt: „Immortal Bach“ („Unsterblicher Bach“) für vierstimmigen gemischten Chor a cappella op. 153b Franz Schubert: Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 („Unvollendete“), daraus: 2. Andante con moto Mitwirkende Andreas Bauer Kanabas, Bass Jenaer Madrigalkreis Berit Walther, Leitung Jenaer Philharmonie Simon Gaudenz, Leitung Weitere Informationen zur Veranstaltung: Donnerstagskonzert № 3 der Jenaer Philharmonie Preis / Kartenhinweis: https://www.jenaer-philharmonie.de/ticketpreise.html Hinweis: Beim Ticketkauf an der Tageskasse im Volkshaus ist keine Barzahlung möglich. Hier kann ausschließlich mit EC- bzw. Debitkarte, Kreditkarte, der Jenaer CityCard oder den neuen JenaKultur Gutscheinen bezahlt oder Wahlabonnement-Ticketgutscheine eingelöst werden. Programmhefte sind gegen eine freiwillige Spende im Foyer 2 erhältlich (empfohlener Betrag: 2,00 €, solange der Vorrat reicht). Veranstalter: Jenaer Philharmonie

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