Ausstellungseröffnung "Elisabeth - Die Sehnsucht nach der Fassbarkeit"
15.11.2026 · 15:00 Uhr
Eisenach · Predigerkirche – Thüringer Museum Eisenach · Predigerplatz 2
Andenken der Verehrung aus der Sammlung Hillenkamp Bis heute wird die heilige Elisabeth weltweit verehrt. Legenden und Mythen ranken sich um ihr kurzes Leben. Verehrung und Verklärung werden ihrem radikalen Lebensweg jedoch nur bedingt gerecht. Es sind Spuren der tätigen Nächstenliebe, die Elisabeth von Thüringen hinterlassen hat und die bis in die Gegenwart wirken. Bereits 1235 heiliggesprochen, gilt sie als Schutzpatronin der Armen und Kranken. Die Verehrung der heiligen Elisabeth manifestierte sich in romantisierender Form verstärkt im 18. bis 20. Jahrhundert. Gerade in der Volksfrömmigkeit spiegelt sich die Sehnsucht nach der "Fassbarkeit des Unfassbaren" wider. Devotionalien, Kunstwerke, aber auch Gebrauchsgegenstände verschiedenster Art wurden in das Alltagsleben integriert und sind nicht selten Zeugnisse einer tiefen persönlichen Verehrung. Die Sammlung Hillenkamp Georg Hillenkamp hat über Jahrzehnte mehr als 3.000 Exponate mit Bezug zur Heiligen Elisabeth zusammengetragen. Seine Sammelleidenschaft begann während seiner Tätigkeit als katholischer Seelsorger an der St. Elisabeth-Kirche in Damp. Dort wurden die Exponate von 1999 bis 2021 ausgestellt. Im Jahr 2025 übergab Georg Hillenkamp die kultur-historisch bedeutsame Sammlung als Dauerleihgabe an die Stadt Eisenach. Neben einer Bibliothek gehören Gemälde, Münzen, Gebrauchsgegenstände, kommerzielle Souvenirs und Andenken unterschiedlicher Wertigkeit dem Bestand an. Zu den Highlights zählen Elisabeth-Reliquien, Pilgerabzeichen und ein Nagel aus dem 13. Jahrhundert der aus dem Dachstuhl der Elisabeth-Kirche in Marburg stammen soll. Die Predigerkirche gewährt nun einen ersten Einblick in diese faszinierende Sammlungsvielfalt. Bild: Blick in die Sammlung © Michael Kunze